Spaß, der Freude macht

Seit Monaten keine Zeile mehr in den Blog gedübelt. Ja erlebt der Mann denn überhaupt nichts mehr? Das fragen sich Millionen Leserinnen und Leser – zurecht. Jede Menge, entgegne ich da trotzig. Allerdings scheint im Winter mein Wille zur kritischen Reflektion einzufrieren. Und faul bin ich dazu. Aber man muss ja nicht immer an allem rummäkeln, alles und jeden in den Dreck ziehen und gelangweilt aufs Rotweinglas starren, nur weil man das eben so macht bei der Großstadtfreizeitverbringung. Also frisch nun ein paar Zeilen verfasst über ein paar Dinge, die mir richtig Spaß gemacht haben. weiterlesen ‘Spaß, der Freude macht’

Friede dem unbeweglichen Kulturgut

schutz-des-kulturgutes.jpgDer Feind steht schon lange nicht mehr nur im Osten, sondern auch irgendwo da drüben, da hinten oder da unten. Auf jeden Fall steht er im Dunkeln, im Rücken und lauert. Gott sei Dank gibt es das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Die sorgen nämlich schon jetzt dafür, dass alles im Ernstfall gar nicht so schlimm wird. Tag für Tag, für dich, mich und es. Denn das daseinsalarmierte Subjekt lebt schließlich nicht von der Bratwurst allein, sondern auch von der Kultur. „Aufmerksame Spaziergänger werden immer häufiger an meist historischen Gebäuden ein Schild mit einer außergewöhnlichen Form entdecken. Das Schild ist nach unten hin mit einer Spitze versehen und hat eine blau-weiße Farbgebung. Mit einem solchen Schild wird unbewegliches Kulturgut gekennzeichnet. Was in einigen Bundesländern schon seit Jahren praktiziert wird, sollte bundesweit vollzogen werden.“ weiterlesen ‘Friede dem unbeweglichen Kulturgut’

Moliere an der Schaubühne

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An der Schaubühne gab’s den Menschenfeind, Don Juan, Tartuffe und den Geizigen unter der schlichten Überschrift „Moliere“ auf einmal. Eine Art Remix also mit den besten Beats und den cremigsten Lyrics vom ollen Franzosen. Mit Thomas Thieme in der Hauptrolle ein vielversprechender und mit Freude erwarteter Abend. weiterlesen ‘Moliere an der Schaubühne’

Paris im Herbst

dschakomeddi2.jpgWer an Paris denkt, der denkt meistens: „Nicht schlecht, dieses Paris! Kann man mal wieder hinfahren!“ Diesem Gedanken schließe ich mich gerne an. Es müssen nicht zwingend Kurz-Flitterwochen sein, wie jüngst bei uns, auch einfach so mal. Ist ja nicht weit.

Highlight war auf jeden Fall die Giacometti – Ausstellung in Centre Pompidou. Liebevoll ausgewählt und mit Verstand angeordnet konnte sich der geneigte Besucher ein schönes Bild über alle Schaffensperioden des Meisters machen. Besonders die Skizzenbücher Giacomettis beeindruckten durch ihre Souveränität, ihre Rohheit und den Willen, die treffende Form zu finden. Oft brachte er mit Kugelschreiber in leichtem schnellem Strich seine Ideen zu Papier, traktierte manche Stellen, die ihm scheinbar sehr markant und wichtig erschienen, aber derart, bis das Blatt durchgerubbelt war. Der Weg von der Idee, dem ersten Entwurf, zur Plastik - bei Giacometti wunderbar nachzuspüren. weiterlesen ‘Paris im Herbst’

Die “ostrale”

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Man versteht vieles auf der documenta, bloß keinen Spaß. Das habe ich vor einigen Monaten an dieser Stelle anlässlich meines Besuches der größten Kunstmesse der Welt treffend angemerkt und dazu stehe ich heute noch mehr als damals, so wahr mir Gott helfe. Denn vergangenes Wochenende führten mich meine guten Kontakte in die Ostzone auf die „ostrale“ in Dresden.
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Ode an das panierte Schnitzel

Neben Wurstsalat mit Bratkartoffeln oder Saurer Leber mit selbigen findet sich auf der Landgasthofspeisekarte im Badnerland das panierte Schnitzel. Gerne mit Pommes und einem Beilagensalat – den Wolfram Siebeck einst sehr richtig als „nasskalten Haufen“ bezeichnet hat – gereicht, gereicht es dem Gaumen zur Freude. Meistens zumindest. Wer den Ochsen in Zähringen kennt, der weiß, von was ich rede. Dort ist sogar der grüne Salat von derartiger Wahrhaftigkeit, dass man wieder an das Gute glaubt! weiterlesen ‘Ode an das panierte Schnitzel’

Kunst und Königsberger Klopse

kartoffel.jpgSchorsch Kamerun sang sich einst in den 80ern als Frontmann von „Die Goldenen Zitronen“ mit „Am Tag als Thomas Anders starb“ oder „Man kann auch ohne Beine die Sportschau sehen“ in mein zartes Teenagerherz. Die Zitronen gibt’s heute zum Glück immer noch und sie sind immer besser geworden. Der Schorsch macht seit einer– Weile auch Theater und da kam ich natürlich nicht umhin, mir kürzlich sein Stück „Der kleine Muck ganz unten – die Welt zu Gast beim Feudeln“ in der Volksbühne anzuschauen. weiterlesen ‘Kunst und Königsberger Klopse’

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